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Sicherheit rund ums Auto

Perfekte Sicherheit besteht immer dann, wenn nichts passiert! Erst im worst case wird einem bewusst, wie viele Komponenten für das eigene Wohlergehen sorgen. mag-mobil unternimmt eine kleine Inspektion in Sachen Sicherheit.

Massencrash – wer zahlt?

Bei Nebel, Glätte und Dunkelheit häufen sich wieder die Horror-Meldungen über Massenkarambolagen auf Deutschlands Autobahnen. Nach dem Schock folgt der Versicherungs-Horror. Wer muss zahlen? mag-mobil klärt auf!

autobahn winter bild
Massenkarambolagen passieren meist bei
schlechtem Wetter.

Beweisprobleme

Für die Medien beginnt ein Massencrash schon bei circa 20 Fahrzeugen. Die Versicherungen sind da nüchterner und sprechen erst ab 50 Fahrzeugen von einer Massekarambolage. Und auch nur dann, wenn es sich um einen Unfallort handelt und sich das Geschehen nicht auf mehrere Fahrzeugpulks mit einigen wenigen Verursachern aufdröseln lässt.
Allerdings ergeben sich nach dem großen Tohuwabohu oft erhebliche Beweisprobleme, da die Bergung von Verletzten und das Freimachen der Autobahn meist Vorrang vor einer akribischen Untersuchung des Tatorts haben.

Unbürokratische Schadensregulierung

So hat sich die Versicherungswirtschaft dazu entschieden, die Schadensabwicklung bei einer Massenkarambolage unbürokratisch zu handhaben und lässt eine Kommission nach der Unfallschilderung durch die Polizei entscheiden, ob eine gemeinsame Regulierungsaktion unter allen beteiligten Versicherungen durchgeführt wird. Die Kommission beauftragt daraufhin einzelne Kfz-Haftpflichtversicherer mit der zentralen Regulierung aller Personen- und Sachschäden. Die schreiben dann alle Unfallbeteiligten an und teilen ihnen mit, an wen sie sich zur Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen wenden müssen. Dabei hat sich folgende Regulierung eingespielt: Bei einem Heckschaden übernimmt die regulierende Versicherung 100 Prozent. Liegt nur ein Frontschaden vor, so wird er zu 25 Prozent beglichen. Ist sowohl ein Heck- als auch ein Frontschaden festgestellt, dann werden zwei Drittel des Schadens reguliert.

Vorteile

Die Vorteile dieser vereinfachten Regulierung besteht darin, dass die Beweispflicht für den geschädigten Halter und für den Fahrer entfallen. Zudem erfolgt keine Rückstufung auf einen schlechteren Schadenfreiheitsrabatt in der Kfz-Haftpflicht.
Wer damit nicht einverstanden ist, der muss sich gerichtlich mit dem Schädiger und dessen Versicherung auseinandersetzen und ist obendrein noch in der Beweispflicht.

Artikel: Stefan Benaburger

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