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Hilfe - Auto unter Wasser!

Hochwasserschäden kommen immer häufiger vor. Wer nicht fahrlässig war, für den zahlt die Kfz-Kasko-Versicherung. Weitere Tipps bei Hochwasser im Auto!

Kritische Hochwasserereignisse gibt es seit ein paar Jahren immer häufiger. Dabei reicht schon ein Gewitter mit Starkregen und ein ungünstig abgestelltes Auto – und schon ist das Fahrzeug hinüber.

Autokasko zahlt bei Hochwasser!

Auf der finanziell trockenen Seite sind all diejenigen Fahrer, die rechtzeitig eine Kfz-Kaskoversicherung abgeschlossen haben. Führen Hochwasser oder Starkregen oder beides zu Schäden, springt die Versicherung für die Schäden ein.

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Hochwasserschäden haben bei Autos dramatisch zugenommen. / shutterstock

Fahrlässiges Verhalten vermeiden!

Allerdings zahlt die Kasko nicht, wenn man selbst zum Wasser fährt, also beispielsweise durch eine überflutete Unterführung fährt und darin liegenbleibt oder sich einen reparaturbedürftigen Schaden einfängt.
Desgleichen verweigert die Kasko-Versicherung auch dann die Zahlung, wenn man sich zu lange Zeit lässt, die nötigen Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen. Also wenn man trotz Hochwasser-Warnung sein Auto nicht rechtzeitig an einer Hochwasser geschützten Stelle abgestellt hat, beispielsweise in einem höher gelegenen Ortsteil oder auf einem Berg, falls verfügbar.



Gefährliche Nässe von unten!

Dabei ist für das Auto Wasser nicht gleich Wasser. Denn Wasser von oben können Autos problemlos ab. Da kann selbst der größte Starkregen dem Auto nichts anhaben.
Kritisch wird es nur, wenn das Wasser von unten kommt. Dabei wird es schnell für den Unterboden und den Innenraum sowie für die gesamte Bordelektronik höchst gefährlich.
Mehrere tausend Euro Reparaturkosten sind bei diesem Pegelstand die Folge.
Und stehen die Fluten erst einmal „Oberkante Armaturenbrett“ dann verbuchen das die Versicherungen bereits als Totalschaden. Denn dann sind auch sicherheitsrelevante Bauteile wie Airbag und natürlich der gesamte Motorraum betroffen. Die Kosten für Reinigung, Wiederherstellung und Überprüfung übersteigen schnell das wirtschaftlich vertretbare Maß.

Praxistipp: Hände weg von der Zündung!

Der wichtigste Tipp für den Fall einer Überschwemmung oder des Liegenbleibens durch Hochwasser lautet: Niemals den Motor starten, nachdem er unter Wasser war!
Denn Wasser dringt ein, verdrängt das Öl und zerstört den Motor komplett.
Der zweite wichtige Tipp: Batterie abklemmen! Vor allem bei teuren Pkw mit viel Elektronik an Bord, kann das Verhindern eines Kurzschlusses erheblich zum Restwert beitragen.
Auch wenn das Wasser beispielsweise nur bis zu den Stoßfängern reichte, empfiehlt es sich dringend, mit dem Wagen in eine Kfz-Werkstatt zu fahren und dort Bremsen, Radlager und ähnliches überprüfen zu lassen.
Dabei sollte man niemals selbst mit dem Wagen zur Werkstatt fahren, sondern den betroffenen Wagen immer per Hänger oder Abschleppwagen zu der Werkstatt bringen.

Artikel: Stefan Benaburger; Bild: Phil MacD Photography / Shutterstock.com
 



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