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Mobilität mit Köpfchen!

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Probefahrt Motorrad: Das sollte man beachten!

Eine Probefahrt mit einem Gebrauchtmotorrad funktioniert ähnlich wie mit einem Gebrauchtwagen, doch einige Unterschiede gilt es zu beachten.

Bullet Enfield

Manipulierter Kilometerstand?

Genau wie bei Gebrauchtwagen so kommt es auch bei Gebrauchtmotorrädern immer häufiger zu Tachomanipulationen. Ein gutes Indiz, um das zu erkennen, sind die Wartungsintervalle im Serviceheft. Hier muss zu jeder Inspektion auch der Kilometerstand angegeben werden. Fehlen die Kilometerstände, so ist das verdächtig. Sind sie aufnotiert, sollte man sie mit dem aktuellen Tachostand vergleichen.

Startprobleme?

Clever ist es, vor der Probefahrt zu checken, ob der Motorblock beim Anlassen schon warm ist. Denn Gebrauchtmotorräder machen häufig Schwierigkeiten beim Anlassen, wenn sie schon lange gestanden sind. Manchmal spinnt auch die Zündbox, was schnell ein paar hundert Euro kosten kann.
Falls der Motor schon warm ist, sollte man Nachfragen, wieso das so ist. Kommt der Verkäufer ins Stottern, sollte man etwas skeptisch werden.

Probefahrt Motorrad: Worauf muss man achten?

Viele Käufer wissen nicht genau, wie lange die Probefahrt dauern darf und wo man sie absolvieren soll.
Generell gilt, dass man ein Fahrzeug so lange Probe fahren soll, bis man ein Gefühl dafür bekommt, ob das Fahrzeug okay ist oder nicht. Mindestens muss man solange fahren, bis der Motor richtig warm und alles gut geschmiert ist. Es empfiehlt sich auch, eine Strecke zu wählen, auf der man auch Vollgas geben kann. Dabei achtet man, ob der Motor unübliche Geräusche von sich gibt und ob das Fahrverhalten problemlos von statten geht.
Alles in allem sollte eine Probefahrt zwischen einer halben und einer ganzen Stunde betragen.
Nach dem Absteigen nochmal die Motorradunterseite auf Dichtigkeit überprüfen. Hierbei muss alles trocken sein.

Im Zweifelsfall zum TÜV!

Der TÜV bietet nicht nur Gebrauchtwagenchecks, sondern auch Gebrauchtmotorradchecks an. Vor allem, wenn es sich um Oldtimerbikes handelt, sollte man die Überprüfung den Technikern vom TÜV oder einer Kfz-Werkstatt überlassen.

Artikel: Stefan Benaburger; Bilder: shutterstock Ajayptp / Shutterstock.com
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Triumph Motorcycle

Bei Oldtimern wie einer Triumph kann ein Sachverständiger hilfreich sein!/i4lcocl2 / Shutterstock.com

Vier Augen besser als zwei!

Erst einmal ist es wichtig, dass man nicht alleine zum Verkaufsgespräch fährt, sondern noch jemanden dabei hat. Am besten natürlich eine Person, die Ahnung von Motorrädern hat.
Ehe man aufsteigt und zur Probefahrt ansetzt, muss man erstmal prüfen, ob die Bremsen noch funktionieren. Denn gerade, wenn das Bike schon länger gestanden hat, müssen die Bremsen wieder eingebremst werden.
Danach untersucht man die Unterseite des Motorrades, ob irgendwo Öl ausläuft; checkt ob die Vordergabel geräuschlos auf- und ab wippt, ohne Geräusche zu machen und prüft, ob die Scheinwerfer noch einwandfrei funktionieren.
Gerade wenn das Motorrad schon länger gestanden hat, sollte man sich auch die Reifen ansehen. Eventuell sind Dellen vorhanden, wenn das Motorrad nicht genug bewegt wurde oder das Profil ist soweit abgefahren, dass man erst einmal einen neuen Satz Reifen kaufen muss.
Vor der Probefahrt sollte man den Verkäufer noch fragen, ob genügend Motoröl eingefüllt ist oder man überprüft selbst den Ölstand. Dazu checkt man auch gleich noch den Luftdruck der Reifen und testet, ob die Kettenspannung noch vorhanden ist oder ob die Kette gefährlich durchhängt.



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